Lucy (2014)

Lucy ist ein französischer Action- und Science-Fiction-Film des Regisseurs Luc Besson aus dem Jahr 2014 mit Scarlett Johansson und Morgan Freeman in den Hauptrollen.Lucy. Der Film beginnt mit einem Prolog: Ein Vorfahre des anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens), möglicherweise ein Australopithecus afarensis, schöpft Trinkwasser aus einem See. Aus dem Off ist eine weibliche Stimme zu vernehmen: „Vor einer Milliarde Jahren wurde uns das Leben geschenkt. Was haben wir daraus gemacht?“
Die 25-jährige US-Studentin Lucy lebt vorübergehend in Taiwan. Vor dem Eingang eines Luxushotels bedrängt sie ihr neuer Freund Richard, einen angeblich harmlosen Koffer an den Hotelgast Mr. Jang zu übergeben. Lucy weigert sich, ihr ist die Sache nicht geheuer. Da fesselt Richard sie mit einer Handschelle an den Koffer und steckt ihr 500 Dollar in den Ausschnitt.

Gezwungenermaßen meldet sich Lucy an der Empfangstheke, von wo sie sieht, dass der draußen wartende Richard erschossen wird. Im nächsten Moment schleppt man sie brutal in die Suite von Mr. Jang, einem südkoreanischen Gangsterboss.

Deutscher TitelLucy
OriginaltitelLucy
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2014
Länge89 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieLuc Besson
DrehbuchLuc Besson
ProduktionVirginie Besson-Silla
MusikÉric Serra
KameraThierry Arbogast
SchnittJulien Rey
Besetzung
Scarlett Johansson: Lucy Miller
Morgan Freeman: Prof. Samuel Norman
Choi Min-sik: Mr. Jang
Analeigh Tipton: Caroline
Amr Waked: Pierre del Rio
Pilou Asbæk: Richard
Claire Tran: Stewardess
Mason Lee: Hotelangestellter

Der Koffer enthält eine fiktive Substanz namens CPH4. Die Droge sei ein Nootropikum, welches bei ausreichend hoher Dosis Kontrolle über Materie, Raum und Zeit ermögliche. Lucy und drei Männern aus Deutschland, Italien und Frankreich wird je ein Paket mit der Droge in den Unterleib implantiert.

Scarlett Johansson als Lucy Miller:
Eine unfreiwillige Drogenkurierin, der versehentlich eine Droge verabreicht wird, die eine Vielzahl von genetisch vorcodierten bewussten Fähigkeiten aktiviert. Für die Rolle der Lucy wurde "eine Schauspielerin gesucht, die glaubhaft sowohl extrem verletzlich als auch mit Superkräften ausgestattet ist, wenn sie durch den Kontakt mit einer illegalen Substanz versehentlich unglaubliche Fähigkeiten erlangt". Beeindruckt von Johanssons Disziplin, zog Besson sie für die Rolle in Betracht und stellte fest, dass sie sofort präzise und professionell war und ihm "die Art und Weise, wie sie über den Film sprach, gefiel". Er sagte: "Sie war aus dem richtigen Grund aufgeregt, nämlich wegen der Geschichte. In diesem Moment war es für mich beschlossene Sache. Sie war definitiv die Richtige."  Angelina Jolie soll ursprünglich für die Rolle der Lucy vorgesehen gewesen sein und die Rolle vor den Dreharbeiten abgelehnt haben. Obwohl sich Jolie seit 2011 in "ernsthaften Gesprächen" mit Besson befand, um in seiner nächsten, damals noch unbetitelten Regiearbeit mitzuspielen  erklärte er, dass sie nicht seine erste Wahl für die Rolle der Lucy gewesen sei.

Das CPH4 soll auf diese Weise nach Europa geschafft werden. Den unfreiwilligen Schmugglern droht man bei Nichtbefolgen des Auftrags mit extremen Konsequenzen für ihre Familien und Angehörigen.

Morgan Freeman als Professor Samuel Norman:
Die Produzentin Virginie Silla erklärte, dass angesichts Freemans Erfahrung in der Darstellung einer weisen Figur "es ziemlich offensichtlich war, dass er der perfekte Schauspieler" für die Rolle des Professor Norman war.

Lucy findet sich nach der Operation angekettet in einem Container wieder, wo ihr einer von Jangs Schergen in den Unterleib tritt. Dadurch platzt das Paket in ihrem Bauch auf, und die Droge wird teilweise in ihrem Körper freigesetzt. Dies lässt die Leistungsfähigkeit ihres Gehirns rapide steigen.

Choi Min-sik als Mr. Jang:
Besson sagte, Mr. Jang sei der "beste Bösewicht", den er seit Gary Oldmans Figur Norman Stansfield geschrieben habe, und fügte hinzu: "Während Lucy die ultimative Intelligenz ist, ist Mr. Jang der ultimative Teufel." Besson und sein Filmteam "mussten sich mit [Choi] in Korea treffen, mit ihm reden und die Geschichte besprechen. Und erst ganz zum Schluss sagte er: 'Okay, ich bin interessiert, ich will dabei sein.'"

Die Substanz bewirkt, dass Lucy immer mehr Anteile ihrer „Gehirnkapazität“ nutzen kann. Ihre Intelligenz nimmt zu und sie erlangt die vollständige Kontrolle über ihren Körper, was es ihr ermöglicht, ihre Bewacher zu töten und mühelos aus der Gefangenschaft zu entkommen.
Ihre mehr und mehr von Rationalität geprägte Denkweise löst Lucy von ethischen Vorgaben, ihrer Menschlichkeit und Emotionalität.

Amr Waked als Pierre Del Rio:
Besson erklärte, dass "Del Rio das Publikum repräsentiert; er ist im Grunde du und ich", und fügte hinzu, dass, wenn Lucy "all ihre Emotionen verloren hat, weil sie der Droge ausgesetzt war", es "einen winzigen Funken von Emotionen gibt, der noch da ist", wenn sie mit Del Rio zusammen ist. Waked sagte auch, dass Besson, der das Drehbuch geschrieben hatte, ihm reichte, um in dem Film mitzuspielen

In einem Krankenhaus in Taipeh dringt sie in einen Operationssaal ein und erschießt einen Patienten auf dem Operationstisch (nachdem sie festgestellt hat, dass er ohnehin keine Überlebenschance hat), um sich selbst behandeln zu lassen. Sie zwingt den Chirurgen, das Drogenpaket zu entfernen. Anschließend fasst sie den Plan, die übrigen drei Pakete an sich zu bringen, da sie glaubt, noch mehr CPH4 zu benötigen. Dazu dringt sie in Jangs Hotel ein und extrahiert per Telepathie die Zielorte der verbliebenen Drogenkuriere aus Jangs Gedächtnis. Der wütende Jang nimmt daraufhin die Verfolgung auf.

Julian Rhind-Tutt als höflicher britischer Antagonis , der den Maultieren Drogenpäckchen einnäht
Pilou Asbæk als Richard, Lucys delinquenter Freund in Taipeh
Analeigh Tipton als Caroline, Lucys Mitbewohnerin in Taipeh
Nicolas Phongpheth als Jii, Jangs oberster Gefolgsmann

In ihrer Wohnung beginnt Lucy mit Nachforschungen über ihren Zustand. Innerhalb weniger Minuten recherchiert sie das gesamte Wissen zum Thema Gehirnforschung. Anschließend kontaktiert sie den Wissenschaftler Samuel Norman in Paris, einen Pionier auf dem Gebiet der Nutzung größerer Anteile des Gehirns. Inzwischen hat sie die Fähigkeit erlangt, elektromagnetische Wellen zu manipulieren, und sie weckt Normans Interesse, indem sie während des Telefonats das Bild ihrer Webcam auf seinem Fernseher im Hotelzimmer anzeigt und weitere elektrische Geräte in seiner Nähe steuert. Ebenso telefoniert sie mit dem Pariser Polizisten Pierre del Rio, dem sie Informationen über die drei Drogenkuriere zukommen lässt, um diese an ihren Zielorten festzunehmen und nach Frankreich zu überstellen. Anschließend fliegt sie nach Paris. Während des Fluges lässt die CPH4-Konzentration in Lucys Körper nach, wodurch sich dieser aufzulösen beginnt. Sie kann den Zerfallsprozess gerade noch aufhalten, indem sie den Rest ihres CPH4-Paketes einnimmt, bevor sie das Bewusstsein verliert.
Lucy erwacht angekettet und sediert in einem Polizeikrankenhaus. Durch ihre Fähigkeiten erweist sich die Sedierung als wirkungslos. Sie befreit sich, versetzt eine ganze Polizeieinheit in Tiefschlaf und überredet del Rio, sie zu dem Krankenhaus zu fahren, in dem sich die drei Drogenkuriere befinden. Dort haben Jangs Schergen inzwischen die Polizeiwachen getötet und sind gerade dabei, die Drogenpakete zu entnehmen. Lucy trifft ein und nimmt den Gangstern mit ihren inzwischen entwickelten telekinetischen Fähigkeiten die Drogenpakete ab. Anschließend fährt sie mit del Rio zur Universität, um sich mit Professor Norman und weiteren Wissenschaftlern zu treffen. Da Jang sie verfolgt, was Lucy telepathisch aus dem Mobilfunknetz ausfiltert, bittet sie del Rio um Verstärkung, um den Raum mit sich und den Wissenschaftlern zu beschützen, während sie das gesamte CPH4 einnimmt, um ihre Gehirnleistung auf 100 % zu steigern. Während sich die Gangster mit der Polizei eine Schießerei liefern, durchläuft Lucy eine Metamorphose, bei der sich ihr Körper sämtliche Geräte des Labors einverleibt, um einen neuartigen Computer zu schaffen. Lucy macht eine Zeitreise bis zu den Ursprüngen des Universums. Auf dieser Reise trifft sie auf ihre Namensvetterin Lucy, den im Prolog gezeigten Vormenschen. Die Begegnung ähnelt der Ikonographie von Michelangelos Fresko Die Erschaffung Adams in der Sixtinischen Kapelle.
Schließlich setzen die Gangster die Polizisten mit einer Rakete außer Gefecht, und Jang verschafft sich Zugang zum Labor. Kurz bevor er Lucy erschießen kann, löst sie sich in Luft auf, so dass del Rio Jangs Verwunderung nutzt und ihn erschießt. Es bleiben nur Lucys Kleidung sowie der von ihr erschaffene Supercomputer zurück. Aus diesem manifestiert sich ein USB-Stick, den Professor Norman abzieht, anschließend zerfällt der Computer zu Staub. Del Rio fragt Norman nach Lucys Aufenthaltsort, woraufhin das Mobiltelefon des Polizisten die Nachricht „I AM EVERYWHERE“ (englisch für „Ich bin überall“) empfängt.
Der Film endet mit einem Blick von oben auf den toten Jang, der im Drehstuhl sitzt, und Lucys Stimme aus dem Off: „Vor einer Milliarde Jahren wurde uns das Leben geschenkt. Macht etwas daraus!“

 

  •   In Deutschland war der Kinostart am 14. August 2014. Die Handlung des kommerziell sehr erfolgreichen Films basiert großteils auf dem Zehn-Prozent-Mythos.






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