Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt

 Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (Originaltitel Alien) ist ein amerikanisch-britischer Science-Fiction-Horrorfilm aus dem Jahr 1979 und der Beginn der gleichnamigen Filmreihe.

 Im Jahr 2122 ist das Raumschiff Nostromo, ein Erzfrachter der Firma Weyland-Yutani, nach einer langen Reise durch den Weltraum auf dem Rückweg zur Erde, als es ein Funksignal von einem weitab vom Heimatkurs liegenden, scheinbar unbewohnten Himmelskörper bei Zeta2 Reticuli auffängt.
MU/TH/UR (gesprochen wie das englische mother, übersetzt: „Mutter“) 182, der Zentralcomputer des Raumschiffs, ändert selbstständig den Kurs und weckt die Besatzung, die sich bis dahin im Kälteschlaf befunden hat. Das Signal wird zunächst als Notsignal interpretiert. Aufgrund eines allgemeinen Protokolls ist man verpflichtet, diesem Signal zu folgen und Hilfe zu leisten.
Die Crew landet daher auf dem unwirtlichen Planetoiden (Acheron) LV-426, um der Ursache des Funksignals auf den Grund zu gehen. Zunächst entdeckt sie das Wrack eines außerirdischen Raumschiffs und in dessen Innerem das versteinerte Skelett des anscheinend einzigen Besatzungsmitgliedes. In einem weiteren Gewölbe findet Kane, ein Besatzungsmitglied der Nostromo, eine Ansammlung großer, eiförmiger Gebilde.

Unterdessen kommt beim dritten Offizier Ellen Ripley, die an Bord des Landefahrzeugs das aufgefangene Signal analysiert, der Verdacht auf, es handle sich bei dem Signal eher um ein Warn- als um ein Notsignal. Doch der Wissenschaftsoffizier Ash geht nicht auf ihre Bedenken ein.

Deutscher TitelAlien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
OriginaltitelAlien
ProduktionslandVereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1979
LängeKinofassung: 117 Minuten
Director’s Cut: 116 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
RegieRidley Scott
DrehbuchDan O’Bannon,
Ronald Shusett
ProduktionGordon Carroll,
David Giler,
Walter Hill
MusikJerry Goldsmith
KameraDerek Vanlint
SchnittTerry Rawlings,
Peter Weatherley,
Dir.’s Cut: David Crowther
Besetzung
Sigourney Weaver: Ellen Louise Ripley
Tom Skerritt: Captain Arthur Dallas Coblenz
Ian Holm: Ash
Harry Dean Stanton: Samuel Elias Brett
John Hurt: Gilbert Ward Kane
Veronica Cartwright: Joan Marie Lambert
Yaphet Kotto: Dennis Monroe Parker
Bolaji Badejo: Alien (Kostüm)
Helen Horton: „Mutter“ (Stimme)
Synchronisation
Hallgerd Bruckhaus: Ellen Ripley
Sigmar Solbach: Captain Arthur Dallas Coblenz
Mogens von Gadow: Ash
Friedrich Georg Beckhaus: Samuel Elias Brett
Frank Glaubrecht: Gilbert Ward Kane
Alexandra Lange: Joan Marie Lambert
Helmut Krauss: Dennis Monroe Parker
Bolaji Badejo: Alien (Kostüm)
Dagmar Altrichter: „Mutter“ (Stimme)

Neugierig nähert sich Kane einem der Gebilde, in dessen Innerem sich etwas bewegt. Das Ei öffnet sich, ein spinnenartiges Wesen schießt heraus, durchbricht Kanes Helmvisier und umklammert sein Gesicht. Dallas und Lambert bringen den bewusstlosen Kane zum Landefahrzeug zurück. Ripley verweigert ihnen unter Berufung auf die Quarantänevorschriften den Zugang, doch Ash öffnet eigenmächtig die Zugangsschleuse und lässt sie herein. Auf der Krankenstation gelingt es nicht, den Fremdorganismus, der Kane in einem komaähnlichen Zustand am Leben erhält, zu entfernen, da dieser seinen Schwanz um Kanes Hals gewickelt hat. Bei einem Entfernungsversuch zieht sich der Schwanz immer enger um den Hals, und Kane droht dadurch erwürgt zu werden. Es wird außerdem festgestellt, dass das Blut des Organismus aus einer unbekannten, hochkonzentrierten Säure besteht, als diese vom Operationstisch tropft, sich durch die Böden mehrerer Etagen des Raumschiffs frisst und droht, die Außenhülle des Raumschiffs zu durchdringen. Eine chirurgische Entfernung des Parasiten ist damit unmöglich. Nach einer gewissen Zeit bemerken Dallas, Ash und Ripley, dass der Fremdorganismus tot von Kane abgefallen ist.
Die Crew macht sich auf den Rückweg zur Erde. Kane erwacht und scheint sich erholt zu haben. Kurze Zeit später erleidet er jedoch einen plötzlichen Anfall mit Husten und Krämpfen, bei dem unerwartet und gewaltsam ein kleines Wesen aus Kanes Brustkorb, der ihm als Wirt diente, hervorbricht und in den düsteren, labyrinthartigen Gängen des Schiffes verschwindet. Kane stirbt dabei. Die schockierte Crew entschließt sich, das Wesen zu jagen. Es stellt sich rasch heraus, dass es sich häutet und enorm schnell wächst. Bei der Suche nach ihm tötet es zunächst Brett. Parker vermutet, dass es sich im Luftschacht fortbewegt. Dallas steigt daher in diesen ein und versucht, das Biest mit einem Flammenwerfer zur Luftschleuse zu treiben, von wo es ins All geschleudert werden soll. Aber auch er wird überraschend angegriffen und verschwindet spurlos.
Ripley nutzt ihre neue Position als ranghöchster Offizier dazu, den Hauptcomputer „Mutter“ zur scheinbaren Unfähigkeit des Wissenschaftsoffiziers Ash und zu den Zielen der Mission zu befragen. Sie erfährt, dass der Abstecher zu dem Planetoiden geplant und vorrangiges Missionsziel war. Weyland-Yutani beabsichtige, das extraterrestrische Wesen („Alien“), von dessen Existenz die Gesellschaft offensichtlich wusste, zur Erde bringen zu lassen. Die ahnungslose Crew hingegen sei entbehrlich. Als Ash daraufhin versucht, Ripley gewaltsam zum Schweigen zu bringen, was die herbeieilenden Parker und Lambert verhindern können, zeigt sich, dass Ash in Wahrheit ein Android ist. Dabei bricht dem humanoiden Roboter Ash während eines Faustkampfs mit Parker der Kopf von den Schultern. Nach seiner Zerstörung kurzzeitig reaktiviert, bestätigt Ash den Plan und bringt seine Bewunderung für die tödliche Perfektion der fremden Spezies zum Ausdruck. Davon angewidert beschließen Ripley, Parker und Lambert, das Schiff aufzugeben und mit dem Rettungsfahrzeug zu fliehen. Bei der Vorbereitung der Flucht werden Parker und Lambert jedoch vom Alien getötet.
Die einzige Überlebende der Nostromo ist Ripley. In einem letzten verzweifelten Versuch, die scheinbar unbesiegbare Bestie zu töten, aktiviert sie den Selbstzerstörungsmechanismus des Raumfrachters. Während der ohrenbetäubende Countdown läuft, muss Ripley auf ihrer Flucht wieder umkehren, weil das Alien ihr den Weg zum Rettungsfahrzeug versperrt. Ihr Versuch, den Selbstzerstörungsmechanismus außer Kraft zu setzen, scheitert knapp, aber sie kann schließlich doch mit dem Bordkater Jones im Rettungsfahrzeug Narcissus entkommen. Aus der Ferne sieht Ripley mit an, wie die Nostromo durch eine gigantische Explosion zerstört wird. Jedoch ist die Erleichterung nur von kurzer Dauer – das Alien ist nicht etwa vernichtet, sondern kauert schlafend in einer Nische des Rettungsfahrzeugs. Am Ende gelingt es Ripley, die sich leise einen Raumanzug angezogen hat, das Alien durch Öffnen der Ausstiegsluke und die dadurch entstehende explosionsartige Dekompression aus dem Rettungsfahrzeug zu schleudern und im Triebwerksfeuer zu verbrennen. In der Hoffnung auf eine ferne Rettung begibt sich Ripley zuletzt in die Kälteschlafkapsel.


  • Als wesentliches Verdienst dieses Films wird Scotts gelungener Versuch angesehen, eine starke Frauenfigur im zuvor von Männern dominierten Action-Genre zu etablieren. Gegen alle Widerstände der Produzenten setzte er durch, dass die ursprünglich männliche Figur Ripley für eine Frau umgeschrieben wurde.
  • Die Urfassung des Films ist 192 Minuten lang, sie wurde jedoch nie veröffentlicht.
  • In einer gelöschten Szene plündert das Alien die Vorräte der Mannschaft und benutzt die Leichen der Crew, um neue Eier zu produzieren.
  • Die Konflikte innerhalb der Besatzung kamen in der ursprünglichen Drehbuchfassung deutlicher zum Ausdruck, da sie dort auf eigene Rechnung unterwegs waren und es mehr um den Profit aus der eventuellen Bergungsaktion ging.
  • Im ersten Drehbuchentwurf hießen das Alien wie auch der Film noch Starbeast (zu deutsch etwa „Sternenbestie“).
  • Als alternatives Ende des Films wurde auch erwogen, dass Ripley im Rettungsshuttle-Duell mit dem Alien getötet würde und das Alien anschließend mit der Stimme von Captain Dallas einen Funkspruch an die Erde schickt; die Idee wurde aber schließlich verworfen.
  • Er gilt mit seinen von dem Bildhauer HR Giger geschaffenen Wesen und Kulissen als einer der visuell beeindruckendsten Filme des modernen Kinos und leitete eine ganze Reihe von Alien-Filmen ein. Außerdem verhalf er mit Sigourney Weaver erstmals einer Frau zum Durchbruch im Actiongenre.
  •  Das Musikstück, welches Captain Dallas im Raumgleiter hört, ist Eine kleine Nachtmusik von Mozart. Für den Abspann wurde ein Stück aus der Symphony No. 2 (‚Romantic‘) des Komponisten Howard Hanson verwendet.
  •  Um einige Szenen realistischer wirken zu lassen, wurden sie zwar den Darstellern grob erklärt, aber Details offengelassen. So wurden sie zum Beispiel völlig unerwartet mit Blut bespritzt, als das Alien während des Essens aus Kanes Brustkorb herausplatzt.

 

  • In den Crossover-Filmen werden die Konzerne Weyland (Alien vs. Predator) und Yutani (Aliens vs. Predator 2) eingeführt, die bis zur Handlung von Alien zum Konzern Weyland-Yutani fusioniert haben. In Alien vs. Predator wurde der Firmengründer Charles Bishop Weyland von Lance Henriksen gespielt, der in Aliens – Die Rückkehr und in Alien 3 bereits die Rolle des gleichnamigen und -aussehenden Androiden Bishop übernommen hatte.
  • Der Film startete am 25. Mai 1979 in den Vereinigten Staaten und am 25. Oktober 1979 in den deutschen Kinos. Die deutsche Synchronisation wurde von der Synchronfirma Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke erstellt und Joachim Kunzendorf war verantwortlich für das Dialogbuch und die Dialogregie.

 

  • Seit 2016 promotet 21st Century Fox den 26. April als „Alien Day“ und referenziert damit auf den Mond LV-426, der zentraler Bestandteil der Alienfilme ist.


 

 

 





Ridley Scott

 


Sir Ridley Scott (* 30. November 1937 in South Shields, England) ist ein britischer Filmregisseur und Filmproduzent. Er gilt heute als einer der renommiertesten und einflussreichsten Regisseure und hat die Erzählweisen mehrerer Filmgenres geprägt. Seine bekanntesten Filme sind Alien (1979), Blade Runner (1982), Legende (1985), Thelma & Louise (1991), Gladiator (2000) und Der Marsianer (2015).
Scott ist Eigentümer der 1995 gegründeten Filmproduktionsfirma Scott Free Productions.

 Scott wurde als Sohn eines Berufssoldaten geboren. Sein Vater, den er selten zu sehen bekam, diente bei den Royal Engineers (Kampfunterstützungstruppen der britischen Armee). Nach Aufenthalten in Cumbria, Wales und Deutschland ließ sich die Familie in Stockton-on-Tees im Norden Englands nieder (die industriell geprägte Landschaft inspirierte später Szenen in Blade Runner).


Ridley Scott gilt in der Branche als ökonomischer Regisseur, da er in der Regel mit einem Drittel der Drehtage seiner Kollegen auskommt. Eigenen Worten zufolge verdankt er dies seiner Vergangenheit als Werbe- und Videospotregisseur sowie der Tatsache, dass er manche Szenen mit bis zu 15 Kameras gleichzeitig drehe



 


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