Dead Zone

Dead Zone (Alternativtitel: Dead Zone – Der Attentäter, Originaltitel: The Dead Zone) ist ein US-amerikanischer Film des Regisseurs David Cronenberg aus dem Jahr 1983, der eine Mischung aus Horrorfilm und Mystery-Thriller darstellt. In den Hauptrollen sind Christopher Walken, Brooke Adams und Martin Sheen zu sehen.


Der junge Lehrer Johnny Smith unterrichtet zusammen mit seiner Freundin Sarah Bracknell an einer Schule in Castle Rock, Maine. Er lehnt eine Einladung zum Übernachten bei ihr ab und gerät auf dem Heimweg in einen schweren Autounfall. Diesen überlebt er nur knapp und fällt ins Koma. Als Smith nach fünf Jahren aus dem Koma erwacht, muss er feststellen, dass seine frühere Freundin bereits verheiratet ist und ein Kind hat.

RolleSchauspielerSynchronsprecher
Johnny SmithChristopher WalkenJoachim Tennstedt
Sarah BracknellBrooke AdamsTraudel Haas
Sheriff BannermanTom SkerrittJürgen Kluckert
Dr. Sam WeizakHerbert LomKlaus Miedel
Roger StuartAnthony ZerbeHorst Schön
Henrietta DoddColleen Dewhurstn/a
Greg StillsonMartin SheenRolf Schult
Frank DoddNicholas CampbellUlrich Gressieker
Herb SmithSean SullivanFriedrich W. Bauschulte
Vera SmithJackie BurroughsGudrun Genest
Sonny EllimanGéza KovácsEngelbert von Nordhausen
Alma FrechetteRoberta Weissn/a
VizepräsidentKen PogueAlexander Herzog

Smith realisiert, dass er hellseherische Fähigkeiten hat. Er kann die Zukunft der Personen sehen, die er berührt. Ebenso kann er durch seine Gabe die Zukunft verändern. So rettet er das Leben der Tochter seiner Krankenschwester, informiert seinen Arzt, den Neurologen Dr. Sam Weizak darüber, dass dessen totgeglaubte Mutter noch lebt, und nutzt seine Gabe, um Sheriff Bannerman bei der Jagd nach einem geisteskranken Serienkiller zu helfen, der durch seine Hilfe tatsächlich gefunden wird. Als er einem Jungen die Hand schüttelt, sieht er voraus, wie dieser beim Eishockeyspielen ins Eis einbrechen und ertrinken wird. Er warnt den Jungen, der daraufhin nicht zum Eishockeyspiel geht – zwei seiner Mannschaftskameraden brechen jedoch ein und sterben.

Deutscher TitelDead Zone
OriginaltitelThe Dead Zone
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1983
Länge100 Minuten
AltersfreigabeFSK 16/18
RegieDavid Cronenberg
DrehbuchJeffrey Boam
ProduktionDebra Hill,
Dino De Laurentiis
MusikMichael Kamen
KameraMark Irwin
SchnittRonald Sanders
Besetzung
Christopher Walken: Johnny Smith
Brooke Adams: Sarah Bracknell
Tom Skerritt: Sheriff Bannerman
Herbert Lom: Dr. Sam Weizak
Anthony Zerbe: Roger Stuart
Colleen Dewhurst: Henrietta Dodd
Martin Sheen: Greg Stillson
Nicholas Campbell: Frank Dodd
Sean Sullivan: Herb Smith
Jackie Burroughs: Vera Smith
Géza Kovács: Sonny Elliman
Roberta Weiss: Alma Frechette
Ken Pogue: Vizepräsident

Doch nun werden ihm die schrecklichen Seiten seiner Gabe klar, denn bald sieht er Schlimmes voraus: Als Smith dem Politiker Greg Stillson bei einer Wahlveranstaltung die Hand schüttelt, sieht er, dass Stillson als Präsident der Vereinigten Staaten einen nuklearen Krieg auslösen wird.
Smith bereitet daraufhin ein Attentat auf Stillson vor. Dazu will er ihn mit einem Gewehr während einer Wahlkampfveranstaltung erschießen. Doch Stillson bemerkt den Attentäter und greift sich als Schutzschild das Kind von Sarah Bracknell, die als dessen Wahlhelferin arbeitet. Smith zögert und wird von Stillsons Leibwächter Sonny Elliman tödlich verwundet. Als er im Sterben liegt, berührt ihn Stillson erneut. Smith sieht ein Bild des Politikers mit dem Kind als Schutzschild auf einer Titelseite. Das Ereignis wird dessen politische Karriere beenden, worauf er Selbstmord begehen wird. Die letzten Worte Smiths richten sich an den Politiker und lauten: „Sie sind am Ende.“ Dann stirbt er in den Armen Bracknells, die sagt: „Ich liebe dich.“



  • Der Film startete am 18. Mai 1984 in den deutschen Kinos.

Das Drehbuch schrieb Jeffrey Boam auf Basis des Romans Dead Zone – Das Attentat von Stephen King aus dem Jahr 1979. Kings Roman wurde ab dem Jahr 2002 auch als Fernsehserie Dead Zone adaptiert.




David Paul Cronenberg (* 15. März 1943 in Toronto, Ontario) ist ein vielfach preisgekrönter kanadischer Filmregisseur. Sein Frühwerk war vor allem dem Experimental-, Horror- und Science-Fiction-Film zuzuordnen.

 

In den expliziten, Elemente des Horror- und Science-Fiction-Films einbindenden Arbeiten Parasiten-Mörder (1975) und Rabid – Der brüllende Tod (1977) stand der physische Horror im Vordergrund. Mit Die Brut (1979), seinem „autobiografischsten“ Film,  begann Cronenberg, psychologischen mit physischem Horror zu verbinden. Die Brut markierte auch die erste Zusammenarbeit mit dem Komponisten Howard Shore, der seitdem zu Cronenbergs festen Stamm von Mitarbeitern zählt, den der Regisseur im Laufe der Jahre um sich scharte, darunter Filmeditor Ronald Sanders, Produktionsdesignerin Carol Spier und Kameramann Mark Irwin[7], der 1988 durch Peter Suschitzky ersetzt wurde.
Seinen ersten größeren kommerziellen Erfolg verzeichnete Cronenberg mit Scanners – Ihre Gedanken können töten (1981), einen weiteren mit Die Fliege (1986), einem Remake des gleichnamigen Films von 1958. Mit Die Unzertrennlichen (1988), den er neben Die Brut und Die Fliege zu seinen persönlicheren Werken zählte,  trat die extreme Darstellung körperlicher Deformationen in seinen Filmen zusehends in den Hintergrund. Inhaltlich verschob sich die Gewichtung vom Horror- und Science-Fiction-Genre hin zum Filmdrama, auch entstanden die nachfolgenden Arbeiten mehrheitlich nicht mehr nach seinen Originaldrehbüchern, sondern nach literarischen Vorlagen. Naked Lunch (1991) basierte auf einem Buch von Cronenbergs favorisiertem Literaten Burroughs und war die erste Zusammenarbeit mit dem namhaften Produzenten Jeremy Thomas.





 


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