Scanners – Ihre Gedanken können töten

Scanners – Ihre Gedanken können töten [ˌskænɚs] ist ein kanadischer Spielfilm von David Cronenberg aus dem Jahr 1981. Der Film ist dem Genre des Phantastischen Films zuzuordnen, wobei Cronenberg Versatzstücke des Horrorfilms, des Science-Fiction-Films, des Actionfilms und des Thrillers verwendet. Scanners behandelt die Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen telepathisch und telekinetisch begabter Menschen. Scanners gilt als Cronenbergs thematisch und inszenatorisch konventionellster Film der mittleren Schaffensphase und markiert gleichzeitig seinen kommerziellen Durchbruch.

 
Cameron Vale ist ein heruntergekommener Mann, der unter Stimmen leidet, die sich in seinem Kopf manifestieren. Nachdem er mit seinen telepathischen Fähigkeiten unfreiwillig verursacht, dass eine Frau einen Anfall erleidet, wird er gefangen genommen und in die Forschungseinrichtung von Dr. Paul Ruth gebracht. Ruth erklärt, Vale sei ein sogenannter „Scanner“, die Ursache seiner Qualen sei die ihm innewohnende Macht der Telepathie und der Telekinese. Mit der Droge Ephemerol befreit er Vale von den Stimmen im Kopf und zeigt ihm die Möglichkeiten seiner mentalen Kräfte.

Deutscher TitelScanners – Ihre Gedanken können töten
OriginaltitelScanners
ProduktionslandKanada
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1981
Länge99 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
RegieDavid Cronenberg
DrehbuchDavid Cronenberg
ProduktionClaude Héroux,
Pierre David,
Victor Solnicki
MusikHoward Shore
KameraMark Irwin
SchnittRonald Sanders
Besetzung
  • Jennifer O’Neill: Kim Obrist
  • Stephen Lack: Cameron Vale
  • (deutsche Synchronstimme: Heiner Lauterbach)
  • Patrick McGoohan: Dr. Paul Ruth
  • (deutsche Synchronstimme: Niels Clausnitzer)
  • Lawrence Dane: Braedon Keller
  • Michael Ironside: Darryl Revok
  • (deutsche Synchronstimme: Manfred Schott)
  • Robert A. Silverman: Benjamin Pierce

Ruth arbeitet für den Sicherheits- und Rüstungskonzern ConSec, für den er Scanner rekrutiert, um sie dann im Dienste des Unternehmens einzusetzen. ConSecs größter Feind ist Darryl Revok, ebenfalls ein Scanner. Er schmuggelt sich in eine Marketingveranstaltung von ConSec ein und bringt dort durch seine mentalen Kräfte den Kopf eines domestizierten ConSec-Scanners zum Explodieren. Vale wird von Ruth darauf angesetzt, Revok ausfindig und dann unschädlich zu machen. Auf der Suche nach Revok trifft er zunächst den Künstler Benjamin Pierce, einen Scanner, der sich von seiner mentalen Belastung durch die Beschäftigung mit Kunst befreit hat. Pierce wird durch Revoks Handlanger ermordet, doch Vale kann aus seinem sterbenden Hirn einen Hinweis auf die Existenz einer weiteren, unabhängigen Scannergruppe auslesen. Vale sucht die Gruppe auf, die sich mit ihrer Anführerin Kim Obrist durch eine Art Gruppenmeditation von ihrer psychischen Last befreit. Revoks Schergen greifen die Gruppe an, doch Vale und Obrist können fliehen.
Sie finden heraus, dass Revok in einer Chemiefabrik große Mengen Ephemerol produzieren lässt. Das Medikament, ursprünglich ein Beruhigungsmittel für schwangere Frauen, ist der Auslöser der Mutation der Scanner. Revok will mittels des Computerprogramms RIPE das Mittel landesweit vertreiben und eine große Anzahl schwangerer Frauen damit versorgen, um bei den ungeborenen Kindern die Mutation hervorzurufen. Diese neue Generation von Scannern soll Revok dabei helfen, die Macht an sich zu reißen. Vale und Obrist informieren Dr. Ruth bei ConSec darüber. Braedon Keller, der Sicherheitschef von ConSec, hat heimlich mit Revok zusammengearbeitet, und versucht nun, Obrist umzubringen. Obrist kann dies mit ihren telepathischen Fähigkeiten abwenden. Kurz darauf gelingt es Keller jedoch, Dr. Ruth zu erschießen. Vale infiltriert mit seinen Scanner-Fähigkeiten den RIPE-Computer über eine Telefonverbindung und zerstört ihn dadurch. Keller wird Opfer der Explosion des Computers.
Revok lässt Vale und Obrist gefangen nehmen. Er erklärt Vale, dass er sein Bruder ist und Dr. Ruth der Vater der beiden war. Ruth war der Erfinder von Ephemerol und hatte das Mittel skrupellos bei seiner eigenen Frau eingesetzt. Revok will Vale auf seine Seite bringen, doch Vale weigert sich. Es kommt zu einem Duell zwischen beiden Brüdern, die ihre Scanner-Fähigkeiten gegeneinander einsetzen. Im Verlauf dieses Kampfes wird Vales Körper zerstört und verbrannt. Als Obrist jedoch Revok gegenübertritt, spricht dieser mit Vales Stimme; Vales Geist ist in Revoks Körper übergetreten.


  • Cronenberg wurde nach Scanners von den großen Hollywood-Studios umworben. Er wusste aber, dass er seine bevorzugt abseitigen Themen im Kontext des Studiobetriebs nicht verwirklichen konnte und widerstand der Versuchung, sich als gutbezahlter Auftragsregisseur Mainstream-Filmen zuzuwenden. In seinen folgenden Filmen wie etwa Videodrome und Die Fliege gelang es ihm, seine Ideenwelt der Körpermutationen unabhängig weiterzuentwickeln und zugleich weiterhin den Zuspruch des Kinopublikums zu erhalten und somit kommerziell erfolgreich zu arbeiten





David Paul Cronenberg (* 15. März 1943 in Toronto, Ontario) ist ein vielfach preisgekrönter kanadischer Filmregisseur. Sein Frühwerk war vor allem dem Experimental-, Horror- und Science-Fiction-Film zuzuordnen.

 

In den expliziten, Elemente des Horror- und Science-Fiction-Films einbindenden Arbeiten Parasiten-Mörder (1975) und Rabid – Der brüllende Tod (1977) stand der physische Horror im Vordergrund. Mit Die Brut (1979), seinem „autobiografischsten“ Film,  begann Cronenberg, psychologischen mit physischem Horror zu verbinden. Die Brut markierte auch die erste Zusammenarbeit mit dem Komponisten Howard Shore, der seitdem zu Cronenbergs festen Stamm von Mitarbeitern zählt, den der Regisseur im Laufe der Jahre um sich scharte, darunter Filmeditor Ronald Sanders, Produktionsdesignerin Carol Spier und Kameramann Mark Irwin[7], der 1988 durch Peter Suschitzky ersetzt wurde.
Seinen ersten größeren kommerziellen Erfolg verzeichnete Cronenberg mit Scanners – Ihre Gedanken können töten (1981), einen weiteren mit Die Fliege (1986), einem Remake des gleichnamigen Films von 1958. Mit Die Unzertrennlichen (1988), den er neben Die Brut und Die Fliege zu seinen persönlicheren Werken zählte,  trat die extreme Darstellung körperlicher Deformationen in seinen Filmen zusehends in den Hintergrund. Inhaltlich verschob sich die Gewichtung vom Horror- und Science-Fiction-Genre hin zum Filmdrama, auch entstanden die nachfolgenden Arbeiten mehrheitlich nicht mehr nach seinen Originaldrehbüchern, sondern nach literarischen Vorlagen. Naked Lunch (1991) basierte auf einem Buch von Cronenbergs favorisiertem Literaten Burroughs und war die erste Zusammenarbeit mit dem namhaften Produzenten Jeremy Thomas.





 


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