Alien: Covenant

Alien: Covenant ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film des Regisseurs Ridley Scott aus dem Jahr 2017. Der Kinostart in Deutschland war am 18. Mai 2017; in den USA kam der Film einen Tag später in die Kinos.

In einem weißen Raum vor einem Bergpanorama wird ein Androide von Peter Weyland, dem Bioingenieur, der ihn erschaffen hat und sich selbst als dessen „Vater“ bezeichnet, gebeten, sich einen Namen auszusuchen. Der Android entscheidet sich für den Namen David, nach einer Statue von Michelangelo, die sich in dem Raum befindet. Weyland bittet David, sich an ein Klavier zu setzen und selbst zu entscheiden, was er spielt. Er entscheidet sich für den Einzug der Götter in Walhall von Richard Wagner. David fragt seinen Schöpfer: „Wenn Sie mich erschaffen haben, wer hat dann Sie erschaffen?“

Weyland weiß keine Antwort. Dennoch dient ihm David, obwohl er weiß, dass sein Vater irgendwann tot sein wird, er hingegen noch sehr lange existiert.
Viele Jahre später: Am 5. Dezember 2104 erwacht die Crew des Kolonieschiffs USCSS Covenant aus einem mehrjährigen Hyperschlaf, nachdem ein durch eine Neutrinoexplosion ausgelöster Weltraumsturm das Schiff während einer Sonnensegel-Energieaufladung getroffen hat. Jake Branson, der Captain der Covenant, stirbt bei diesem Unfall, und Christopher Oram übernimmt zögerlich das Kommando.

Deutscher TitelAlien: Covenant
OriginaltitelAlien: Covenant
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2017
Länge122 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
RegieRidley Scott
DrehbuchJohn Logan,
Dante Harper
ProduktionRidley Scott,
Mark Huffam,
Michael Schaefer,
David Giler,
Walter Hill
MusikJed Kurzel
KameraDariusz Wolski
SchnittPietro Scalia
Besetzung
Michael Fassbender: David / Walter
Katherine Waterston: Daniels
Billy Crudup: Christopher Oram
Danny McBride: Tennessee
Demián Bichir: Sergeant Lope
Carmen Ejogo: Karine Oram
Jussie Smollett: Ricks
Callie Hernandez: Upworth
Amy Seimetz: Maggie Faris
Benjamin Rigby: Ledward
James Franco: Jacob „Jake“ Branson
Nathaniel Dean: Lopes Mann
Guy Pearce: Peter Weyland
Nathaniel Dean: Hallett
Tess Haubrich: Sarah "Rosie" Rosenthal
Javier Botet: Xenomorph

Das Kolonieschiff ist mit 2.000 noch schlafenden Menschen und 1.140 menschlichen Embryonen unterwegs zu dem entfernten Planeten Origae-6, den sie kolonisieren sollen. Der Funkspruch einer Frau und das gesungene „Take Me Home, Country Roads“ von John Denver lenkt die Aufmerksamkeit der Crew auf einen Planeten, den sie für ein unerforschtes und völlig unberührtes Paradies hält. Der Planet mit seinen majestätischen Landschaften und Flora ähnelt sehr der Erde und scheint bewohnbar. Daher glaubt die Crew, dass dieser Planet sogar noch besser für ihre Mission geeignet ist als der eigentlich angesteuerte, der für Besatzung und Kolonisten eine Reise von weiteren sieben Jahren im Tiefschlaf bedeuten würde.
Während die vom Piloten Tennessee gesteuerte Covenant im Orbit des Planeten bleibt, landen elf Mitglieder der Crew mit einer Raumfähre auf dessen Oberfläche, obwohl die Terraforming-Expertin Daniels skeptisch ist und bereits wegen des seltsamen Signals, das sie von dem Planeten empfangen hatten, Bedenken äußert. Sie entdecken ein gestrandetes außerirdisches Raumschiff, in dem sie Überreste der Prometheus und persönliche Dinge von deren Besatzung finden. Zudem finden sie Hinweise menschlichen Ackerbaus auf dem Planeten.
Es handelt sich bei dem Planeten jedoch um eine dunkle und gefährliche Welt, in der keine Tiere zu finden sind. Erst kommt Ledward mit fremdartigen Sporen in Kontakt, danach auch Tom Hallett. Außerirdische Wesen bilden sich in ihnen binnen kurzem parasitär heran und bahnen sich den Weg aus den aufplatzenden Körpern der beiden Sterbenden. Maggie Faris und Karine Oram versuchen, eines der Wesen im Landungsschiff zu töten, allerdings kommt es dabei zu einer Explosion, die das komplette Landungsschiff zerstört und beide das Leben kostet. Als die Crew später von ausgewachsenen Formen dieser Wesen angegriffen wird, nähert sich eine Person und vertreibt die Angreifer mit einer Leucht- und Tonsignalpistole. Der Retter ist der Androide David, der letzte Überlebende der gescheiterten Prometheus-Expedition.
David hat die letzten zehn Jahre alleine dort verbracht und in dieser Zeit einen Gotteskomplex und Schöpfungsdrang entwickelt. Die Crew der Covenant selbst hat ihrerseits Walter dabei, eine weiterentwickelte Version von David, der, während sich die Menschen an Bord der Covenant im Tiefschlaf befanden, gemeinsam mit dem Bordcomputer MU-TH-UR über sie wachte. David bietet der Besatzung der Covenant Unterschlupf in einem Tempel an, in Wahrheit plant er jedoch etwas ganz anderes. Im Tempel machen sie abermals Bekanntschaft mit den Neomorphen. Diese Varianten des Aliens haben zwar ebenfalls eine gepanzerte Haut und Blut, das sich durch Stein und Metall ätzt, doch anders als Xenomorphe besitzen sie eine weiß-graue Haut mit einem etwas lichtdurchlässigen Aussehen und eine große Anzahl von silbrigen Reißzähnen, die kreisförmig erscheinen, wenn sie geschlossen sind. Der Android lässt eine deutliche Sympathie für die seines Erachtens perfekte Spezies erkennen. Für sein Nachfolgemodell, das mit weniger menschlichen Emotionen, weniger Kreativität und größerem Pflichtbewusstsein ausgestattet ist als er selbst, empfindet David ambivalente Gefühle. Als sie zum ersten Mal alleine sind, erzählt er Walter von seinen Gesprächen mit Peter Weyland, ihrem gemeinsamen „Vater“, zitiert aus Ozymandias und zeigt ihm, wie man Blockflöte spielt. Während dieser sehr intimen Lektion, in der ihm David mit seinem Fingersatz helfen will, legt Walter seine Hand auf die von David. Auch später nähert sich David noch einmal seinem Nachfolgemodell, als dieser ihm mitteilt, dass er weiß, dass Dr. Elizabeth Shaw nicht wie von ihm behauptet gestorben ist. Er presst einen sinnlichen Kuss auf Walters Lippen, sticht ihm aber in diesem Moment in den Nacken, um ihn auszuschalten.
Auch Daniels hat entdeckt, dass David nicht die ganze Wahrheit erzählt hat. Als sie ihn mit ihrem Wissen konfrontiert, dass die Prometheus die Pathogene, die dort alles tierische Leben vernichtet haben, nicht versehentlich auf den Planeten gebracht hat, greift David sie an. Walter, der sich aufgrund seiner höher entwickelten Technik selbst wieder reaktivieren konnte, eilt ihr zu Hilfe. Als die Überlebenden versuchen, sich auf die Raumfähre zu retten, die Tennessee zur Rettung auf den Planeten steuert, springt auch ein Xenomorph an Bord. Daniels kann das Wesen abschütteln und übernimmt das Kommando über die Covenant, weil auch Oram auf dem Planeten gestorben ist. David hatte ihn als Wirt für seinen ersten Versuch zur Erschaffung des Xenomorphs benutzt. Des Nachts wird Daniels von MU-TH-UR geweckt, die an Bord ein fremdes Wesen entdeckt hat. Es gelingt ihnen, das Wesen auf das Terraforming-Modul zu locken und gemeinsam mit diesem mittels einer Luftschleuse ins Weltall zu katapultieren.
Die Crew sieht sich gezwungen, nun doch die lange Reise nach Origae-6 anzutreten, und die überlebenden Besatzungsmitglieder begeben sich wieder in ihre Schlafkapseln, während Walter abermals über sie wachen soll. Daniels, die mit Jake Branson, der ursprünglich das Kommando über die Covenant hatte, liiert war, wollte mit ihm auf Origae-6 eine Blockhütte bauen, und auch Walter wusste von diesen Plänen. Als Daniels, kurz bevor sie in Tiefschlaf fällt, Walter darauf anspricht, dieser von diesen Plänen allerdings nichts zu wissen scheint, erkennt sie, dass es sich bei dem Androiden in Wahrheit um David handelt, der sich seit ihrer Flucht von dem fremden Planeten für sein Nachfolgemodell ausgegeben hat. Eigentlich hatte Walter mit allen Mitteln verhindern wollen, dass David den Planeten verlässt. Als sich auch Daniels in Stase befindet, platziert er zwei vorgezüchtete „Face-Hugger“-Embryonen, die er in sich an Bord der Covenant geschmuggelt hatte, in einen der Brutkästen der Kolonisten, lässt MU-TH-UR den Einzug der Götter in Walhall aus Wagners Rheingold abspielen und betritt dabei den Bereich der Covenant, in dem die Körper von zweitausend Kolonisten im Tiefschlaf und mehr als eintausend Embryonen in Brutkästen ruhen. In einem Funkspruch an die Erde teilt er mit, dass bei einem Unglück alle Besatzungsmitglieder bis auf Daniels und Tennessee ums Leben gekommen sind und er sich nun mit den Kolonisten auf dem Weg zum Planeten Origae-6 befinde

Der Film verfolgt dasselbe Thema wie schon Scotts 1979 erschienener Film Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt und ist zugleich eine Fortsetzung des Films Prometheus – Dunkle Zeichen aus dem Jahr 2012. Als Weiterführung der ursprünglichen Alien-Filmreihe handelt der Film von einer Raumschiffbesatzung, die Anfang des 22. Jahrhunderts mit dem Raumschiff Covenant auf einer Kolonisations-Mission ist. Die Fortsetzung spielt zehn Jahre nach den Ereignissen in Prometheus.






Ridley Scott

 


Sir Ridley Scott (* 30. November 1937 in South Shields, England) ist ein britischer Filmregisseur und Filmproduzent. Er gilt heute als einer der renommiertesten und einflussreichsten Regisseure und hat die Erzählweisen mehrerer Filmgenres geprägt. Seine bekanntesten Filme sind Alien (1979), Blade Runner (1982), Legende (1985), Thelma & Louise (1991), Gladiator (2000) und Der Marsianer (2015).
Scott ist Eigentümer der 1995 gegründeten Filmproduktionsfirma Scott Free Productions.

 Scott wurde als Sohn eines Berufssoldaten geboren. Sein Vater, den er selten zu sehen bekam, diente bei den Royal Engineers (Kampfunterstützungstruppen der britischen Armee). Nach Aufenthalten in Cumbria, Wales und Deutschland ließ sich die Familie in Stockton-on-Tees im Norden Englands nieder (die industriell geprägte Landschaft inspirierte später Szenen in Blade Runner).


Ridley Scott gilt in der Branche als ökonomischer Regisseur, da er in der Regel mit einem Drittel der Drehtage seiner Kollegen auskommt. Eigenen Worten zufolge verdankt er dies seiner Vergangenheit als Werbe- und Videospotregisseur sowie der Tatsache, dass er manche Szenen mit bis zu 15 Kameras gleichzeitig drehe



 


sf-actionfilm.de


 


 Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar;Texte und Daten u.a. von Wikipedia

SF Filmjahr:

1951 (1) 1953 (1) 1954 (1) 1955 (3) 1957 (3) 1958 (3) 1965 (1) 1969 (1) 1970 (1) 1971 (2) 1974 (1) 1975 (1) 1976 (1) 1977 (5) 1978 (1) 1979 (3) 1980 (1) 1981 (1) 1982 (2) 1983 (2) 1984 (2) 1985 (1) 1986 (3) 1989 (2) 1990 (1) 1991 (1) 1993 (1) 1995 (1) 1996 (3) 1997 (2) 1999 (3) 2000 (3) 2001 (1) 2002 (3) 2003 (3) 2004 (1) 2005 (5) 2006 (1) 2008 (3) 2009 (2) 2010 (2) 2011 (3) 2012 (3) 2013 (2) 2014 (5) 2015 (4) 2016 (3) 2017 (3) 2018 (4) 2019 (22) 2020 (16) 2021 (11) 2023 (1)