Rabid – Der brüllende Tod

Rabid – Der brüllende Tod (Originaltitel: Rabid, deutsche Alternativtitel: Überfall der teuflischen Bestien und Rabid – Bete, dass es dir nicht passiert) ist ein kanadischer Spielfilm von David Cronenberg aus dem Jahr 1977. In diesem Horrorfilm mit Anleihen beim Wissenschaftsthriller spielt Marilyn Chambers eine junge Frau, die Opfer eines medizinischen Experiments wird und über ein penisartiges Organ, das ihr als Folge in der Achselhöhle wächst, für eine tollwutartige Epidemie sorgt.


Das junge Paar Rose und Hart hat mit seinem Motorrad einen schweren Verkehrsunfall. Die beiden werden gerettet und in die nahegelegene Keloid Clinic, ein Institut für plastische Chirurgie, gebracht.

Deutscher TitelRabid – Der brüllende Tod
OriginaltitelRabid
ProduktionslandKanada
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1977
Länge87 Minuten
AltersfreigabeFSK 16 (Neuprüfung)
RegieDavid Cronenberg
DrehbuchDavid Cronenberg
ProduktionJohn Dunning
MusikIvan Reitman (musikalische Überwachung)
KameraRené Verzier
SchnittJean LaFleur
Besetzung
  • Marilyn Chambers: Rose
  • Frank Moore: Hart Read
  • Joe Silver: Murray Chyper
  • Howard Ryshpan: Dr. Dan Keloid
  • Patricia Gage: Dr. Roxanne Keloid
  • Susan Roman: Mindy Kent
  • Roger Periard: Lloyd Walsh

Während Hart nur leicht verletzt ist, hat Rose schwere Verletzungen davongetragen. Dr. Dan Keloid, der Leiter der Klinik, entschließt sich, an Rose ein hochriskantes neues Behandlungsverfahren anzuwenden. Er entnimmt ihr gesundes Gewebe, das anschließend „morphogenetisch neutralisiert“ wird, indem die Programmierung des Zellkerns aufgehoben wird, damit es mit großer Anpassungsfähigkeit zerstörtes Gewebe andernorts ersetzen kann. Keloid nimmt das Risiko einer unkontrollierten Wucherung des unerprobten Transplantats in Kauf. Nach Wochen im Koma erwacht Rose, scheinbar wieder gesundet. Bald stellt sich heraus, dass sie nicht mehr in der Lage ist, normale Nahrung zu sich zu nehmen, sondern sich vom Blut anderer Menschen ernähren muss, das sie mittels eines neu entstandenen penisartigen Organs in ihrer Achselhöhle ihren Opfern aussaugt. Ihr erstes Opfer ist ein Mitpatient, den sie erst verführerisch anlockt, um ihn dann in ihrer Blutlust zu attackieren. Eine weitere Patientin wird ihr nächstes Angriffsziel, und schließlich Dr. Keloid selbst. Es stellt sich heraus, dass ihre Opfer an einer tollwutähnlichen Krankheit erkranken, die aus ihnen unkontrollierbare Monster macht, die die Krankheit durch Bisse weiterübertragen; die Klinik versinkt in Chaos.

 

Rose, verängstigt durch ihre Mutation, flieht in Richtung Montreal, um ihren Freund Hart zu finden. Ein Farmer und ein Lastwagenfahrer werden auf dem Weg dorthin ihre nächsten Opfer. Die Seuche breitet sich aus, Montreal gerät unter Ausnahmezustand und das Militär macht gnadenlos Jagd auf die Infizierten. Währenddessen ist Rose in Montreal, an Entzugserscheinungen leidend, auf der Suche nach weiteren Opfern, weigert sich aber zu glauben, dass sie für die grassierende Seuche verantwortlich ist. In einem Einkaufszentrum und in einem Pornokino wird sie fündig; die von ihr dort verführten Männer werden weitere Träger der Infektion. Hart, der zusammen mit Keloids Geschäftspartner Murray Cypher ahnt, dass Rose die Quelle der Epidemie ist, begibt sich auf die Suche nach ihr. Er findet sie, als sie gerade in ihrer Verzweiflung ihre beste Freundin Mindy angefallen hat. Hart macht ihr klar, dass sie der Ursprung der Seuche ist, doch Rose schlägt ihn nieder. In einem Selbstversuch will sie klären, ob sie wirklich die Krankheit auslöst. Sie zapft einem jungen Mann Blut ab und wartet, bis dieser erkrankt. Tatsächlich wird dieser von der Seuche befallen und stürzt sich auf Rose. Man sieht ihren leblosen Körper inmitten von Müll auf einem Hinterhof liegen. Männer in Schutzanzügen transportieren ihre Leiche in einem Müllwagen ab.


  • Zusammen mit Parasiten-Mörder (1975) und Die Brut (1979) bildet Rabid Cronenbergs Beitrag zum Subgenre des Venereal Horror (zu deutsch: Geschlechtlicher Horror).






David Paul Cronenberg (* 15. März 1943 in Toronto, Ontario) ist ein vielfach preisgekrönter kanadischer Filmregisseur. Sein Frühwerk war vor allem dem Experimental-, Horror- und Science-Fiction-Film zuzuordnen.

 

In den expliziten, Elemente des Horror- und Science-Fiction-Films einbindenden Arbeiten Parasiten-Mörder (1975) und Rabid – Der brüllende Tod (1977) stand der physische Horror im Vordergrund. Mit Die Brut (1979), seinem „autobiografischsten“ Film,  begann Cronenberg, psychologischen mit physischem Horror zu verbinden. Die Brut markierte auch die erste Zusammenarbeit mit dem Komponisten Howard Shore, der seitdem zu Cronenbergs festen Stamm von Mitarbeitern zählt, den der Regisseur im Laufe der Jahre um sich scharte, darunter Filmeditor Ronald Sanders, Produktionsdesignerin Carol Spier und Kameramann Mark Irwin[7], der 1988 durch Peter Suschitzky ersetzt wurde.
Seinen ersten größeren kommerziellen Erfolg verzeichnete Cronenberg mit Scanners – Ihre Gedanken können töten (1981), einen weiteren mit Die Fliege (1986), einem Remake des gleichnamigen Films von 1958. Mit Die Unzertrennlichen (1988), den er neben Die Brut und Die Fliege zu seinen persönlicheren Werken zählte,  trat die extreme Darstellung körperlicher Deformationen in seinen Filmen zusehends in den Hintergrund. Inhaltlich verschob sich die Gewichtung vom Horror- und Science-Fiction-Genre hin zum Filmdrama, auch entstanden die nachfolgenden Arbeiten mehrheitlich nicht mehr nach seinen Originaldrehbüchern, sondern nach literarischen Vorlagen. Naked Lunch (1991) basierte auf einem Buch von Cronenbergs favorisiertem Literaten Burroughs und war die erste Zusammenarbeit mit dem namhaften Produzenten Jeremy Thomas.





 


sf-actionfilm.de


 


 Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar;Texte und Daten u.a. von Wikipedia

SF Filmjahr:

1951 (1) 1953 (1) 1954 (1) 1955 (3) 1957 (3) 1958 (3) 1965 (1) 1969 (1) 1970 (1) 1971 (2) 1974 (1) 1975 (1) 1976 (1) 1977 (5) 1978 (1) 1979 (3) 1980 (1) 1981 (1) 1982 (2) 1983 (2) 1984 (2) 1985 (1) 1986 (3) 1989 (2) 1990 (1) 1991 (1) 1993 (1) 1995 (1) 1996 (3) 1997 (2) 1999 (3) 2000 (3) 2001 (1) 2002 (3) 2003 (3) 2004 (1) 2005 (5) 2006 (1) 2008 (3) 2009 (2) 2010 (2) 2011 (3) 2012 (3) 2013 (2) 2014 (5) 2015 (4) 2016 (3) 2017 (3) 2018 (4) 2019 (22) 2020 (16) 2021 (11) 2023 (1)